EZB – Europäische Notenbank Geld- &Währungspolitik

Die EZB ist die für die Mitglieder der europäischen Währungsunion zuständige Behörde, die über die Währungspolitik sowie die Geldpolitik wacht. Der Präsident der EZB ist der Italiener Mario Draghi. Die EZB ist die Institution, die die Leitzinsen für den Euro-Währungsraum festlegt. Die Leitzinsen, besser gesagt der Hauptrefinanzierungssatz, liegt aktuell bei 0,05%.

Die EZB wacht über die Preisstabilität, wobei der Inflationsrate eine wesentliche Rolle zukommt. Weitere Aufgaben sind: Finanzstabilität, Statistik, Banknoten, Zahlungsverkehr und Wertpapiere, Zusammenarbeit auf Zentralbankebene, Währungsreserven und Devisengeschäfte. Die Preisstabilität sieht die EZB gegeben, wenn die Inflationsrate nahe bei 2% liegt. Von diesem Zielwert ist der Euroraum aktuell weit entfernt. Deshalb versucht die Europäische Notenbank u.a. über einen schwachen Euro die Inflation anzukurbeln und hat zu diesem Zweck im Januar 2015 ein groß angelegtes Anleiheankaufprogramm gestartet. Damit wirkt die Notenbank direkt auf den Euro Dollarkurs ein und wird somit zum globalen Marktplayer.

Wohin steuert die EZB den Eurokurs?

Das Anleiheankaufprogramm der EZB dient letztlich der Deflationsbekämpfung und die Abwertung des Euro spielt eine dominierende Rolle in dem Planspiel. Das QE Anleiheprogramm der EZB ist zunächst bis September 2016 terminiert und es sollen für 1,1 Billionen Euro Anleihen gekauft werden.

Aufgrund der abnehmenden Inflationserwartungen, scheint eine Verlängerung und möglicherweise auch Aufstockung des QE Programms anzustehen. Dafür sprechen:

NZZ Interview mit Peter Praet, dem Chefökonomen der EZB, in der Neuen Züricher Zeitung. O-Ton Praet:

„Wir würden nicht zögern zu handeln, wenn wir zu dem Schluss kämen, dass die Schocks so schwerwiegend und fortdauernd sind, dass dies zu einer geringeren Inflationsprognose im Euro-Raum führen würde.“

NZZ: Präsident Draghi spricht aber bereits davon, das Programm auszudehnen. Praet: „Er wiederholt das, was wir von Anfang an gesagt haben, nämlich, dass das Programm flexibel ist und bei Bedarf angepasst werden kann.“

Analyse: Eine Ausdehnung & Verlängerung des EZB-QE Programms würde sich negativ auf den Eurokurs zum USD auswirken. Erhöht die FED die Zinsen doch irgendwann in den nächsten 6 Monaten, würde die Geldpolitik der beiden Notenbanken noch asymmetrischer und den Dollarkurs beflügeln.
Ein solches Szenario dürfte von der EZB durchaus begrüßt werden, da sich damit auch das Problem der Staatschulden und den damit verbundenen Kredittilgungen der einzelnen Länder erübrigen würde.

Hier gibt es unseren Rechner um Dollar in Euro umzurechnen. Angegeben werden tagesaktuelle EZB Referenzkurse. Die Kursentwicklung des Währungspaares Dollar Euro ist von vielen Parametern abhängig und wird akribisch von der EZB und der FED verfolgt. Aktuelle Prognosen internationaler Institute und Institutionen gibt unser Spezial auf Dollarkurs.

EZB Adresse, Anschrift, Brief, Filialen, Telefon und E-mail

Hier finden Sie alle wichtigen Kontaktdaten

Die Europäische Zentralbank hat ihr Headquarter in Frankfurt:

EZB Anschrift:
European Central Bank
Sonnemannstrasse 22
60314 Frankfurt am Main

Postanschrift:
European Central Bank
60640 Frankfurt am Main

Telefon/Hotline: 069-1344-1300
Hotline Verfügbarkeit: Monatag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr

E-Mail: info@ecb.europa.eu

Webseite: https://www.ecb.europa.eu

Filialen: die nationalen Notenbanken und deren Standort

Deutschland: Bundesbank, mit Standorten in: Aachen, Augsburg, Bayreuth, Berlin, Bielefeld, Bochum, Bremen, Chemnitz, Cottbus, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Gießen, Göttingen, Hagen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, Ludwigshafen, Lübeck, Magdeburg, Mainz, Meiningen, München, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Osnabrück, Regensburg, Reutlingen, Rostock, Saarbrücken, Stuttgart, Ulm, Villingen-Schwenningen und Würzburg.

Belgien: Nationale Bank van België/Banque Nationale de Belgique, Brüssel

Irland: Central Bank of Ireland, Dublin

Griechenland: Bank von Griechenland, Athen, Standorte: Alexandroupolis, Chania, Heraklion, Ioannina, Kalamata, Kavala, Komotini, Lamia, Larissa, Mytilini, Patras, Pyrgos, Rhodos, Samos, Serres, Thessaloniki, Tripoli und

Spanien: Banco de España, Madrid (Alcalá 48) und Barcelona (Plaza Cataluña 17)

Frankreich: Banque de France, Paris (48 boulevard Raspail)

Italien: Banca d’Italia, Rom, Standorte Tuscolano, Bozen, Florenz, Triest und Venedig

Zypern: Zentralbank von Zypern, Nikosia

Luxemburg: Banque centrale du Luxembourg,Luxemburg (BCL, Espace numismatique, 43 avenue Monterey)

Malta: Bank Ċentrali ta’ Malta/Central Bank of Malta, Valletta

Niederlande: De Nederlandsche Bank, Amsterdam

Österreich: Oesterreichische Nationalbank, Wien, Standort: Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg

Portugual: Banco de Portugal,  Lissabon, Funchal (Madeira), Ponta Delgada (Azoren) und Porto

Slowenien: Banka Slovenije, Ljubljana

Slowakei: Národná banka Slovenska, Bratislava

Finnland: Suomen Pankki – Finlands Bank, Helsinki (Kundenservicebereich der Zentralbank)

 

Der EZB Rat

Quasi als Exekutiv Organ der EZB fungiert der EZB Rat. Zum Rat gehören die Chefs der Zentralbank eines jeden Mitgliedslandes sowie die vier Direktoriumsmitglieder. Der EZB Rat tagt 2mal monatlich. Zins- oder geldpolitische Entscheidungen werden aber nur jeden oder jeden zweiten Monat getroffen. Die anschließenden Pressekonferenzen beeinflussen üblicherweise die Währungs- und Aktienkurse unmittelbar. Entscheidungen werden für die meisten Anlässe mit einer einfachen Mehrheit getroffen. Die Mitglieder des EZB Rates sind:

Mario Draghi, EZB-Präsident
Benoît Cœuré, Direktoriumsmitglied
Sabine Lautenschläger, Direktoriumsmitglied
Yves Mersch, Direktoriumsmitglied
Peter Praet, Direktoriumsmitglied (Chefvolkswirt)
Ardo Hansson (Estland)
Boštjan Jazbec (Slowenien)
Carlos Costa (Portugal)
Christian Noyer (Frankreich)
Chrystalla Georghadji (Zypern)
Ewald Nowotny (Österreich)
Gaston Reinesch (Luxemburg)
Ignazio Visco (Italien)
Ilmārs Rimšēvičs (Lettland)
Jan Smets (Belgien)
Jens Weidmann (Deutschland)
Josef Bonnici (Malta)
Jozef Makúch (Slowakei)
Klaas Knot (Niederlande)
Luis Maria Linde (Spanien)
Patrick Honohan (Irland)
Vitas Vasiliauskas (Litauen)
Vítor Constâncio, EZB-Vizepräsident
Yannis Stournaras (Griechenland)