Ein HKD oder Hong Kong Dollar Konto eröffnen

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Der Hongkong-Dollar ist die offizielle Währung der chinesischen Sonderverwaltungszone und Metropole Hongkong. Er wird auch in der Sonderverwaltungszone Macau sowie in einigen Teilen der VR China akzeptiert. Der ISO-4217-Code des Hongkong Dollars ist HKD. Als Abkürzung ist HK$ geläufig und ein Hongkong Dollar sind 100 Cent.

Die Hong Kong Monetary Authority übt die im Grundgesetzt festgelegte Souveränität über Währungsangelegenheiten aus. Die Banknoten werden von der Bank of China, der Standard Chartered Bank und der HSBC ausgegeben.

Der HKD ist seit 1983 zu einem festen Wechselkurs an den US-Dollar gekoppelt.Im Jahr 2005 hat die HKMA diese Koppelung etwas gelockert, sodass der Kurs des HKD seitdem inzwischen in einer geringen Bandbreite um den festgesetzten Kurs von 7,80 Hongkong Dollar je US-Dollar schwanken darf. Die HKMA deckt die gesamte Geldbasis Hongkongs durch US-Dollar-Währungsreserven, sodass Hong Kong über eine der drei größten Devisenreserven der Welt verfügt. Neuausgaben von Dollar-Noten dürfen nur stattfinden, wenn der entsprechende Wert in US-Dollar ihrer Einlage entspricht.
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Hongkong Dollar Konto Anbieter

Bei den deutschen Brokern ist der Hong Dollar nicht im Angebot. Anleger, die in den HKD investieren und ein Konto eröffnen wollen, wenden sich am Besten an eine der in Deutschland vertretenen Banken aus China.

 

Hong Kongs Wirtschaft

Hong Kong zählt zu den am weitesten entwickelten und reichsten Volkswirtschaften der Welt. Im Jahr 2013 nahm es Platz 15 auf der HDI-Rangliste ein und das BIP pro Kopf zu Kaufkraftparität beträgt PPP-USD 53.203. Hongkong zählt zu den liberalsten Marktwirtschaften der Welt und legt die Zuständigkeit für Krankheits- und Altersversorge in die Hände seiner Einwohner. Eine Umverteilung der Einkommen wird nicht vorgenommen, sodass der Wohlstand sehr ungleichmäßig verteilt ist.

Die Freiheit der Wirtschaft wird allerdings durch die Koppelung zwischen Hongkong-Dollar und US-Dollar eingeschränkt. Auch Landvergabe durch die Regierung sorgen für eine Beeinflussung der Wirtschaft. Derzeit plant die Regierung in einer Steuerreform die Einführung einer Steuer auf Waren und Dienstleistungen, die mit der deutschen Umsatzsteuer vergleichbar ist. Da Shopping-Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes ist, könnte dies jedoch lokale Geschäfte treffen.

Hong Kong und somit auch der HKD sind in hohem Maß vom Außenhandel und Dienstleistungen abhängig. Der kleine Binnenmarkt von nur sieben Millionen Einwohner und eine fast vollständig nach dem chinesischen Festland abgewanderte Industrie machen eine offene Außenwirtschaftspolitik und eine geringe Regulierung des Wirtschaftssystems notwendig. Hongkong gilt als wichtige Brücke für die finanz- und realwirtschaftlichen Ströme vom und zum chinesischen Festland.

Hong Kong ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens, verfügt über die sechstgrößte Börse der Welt und versucht in letzter Zeit auch den Devisenhandel zu stärken. Die Regierung versucht die Bedeutung des Standortes weiter zu stärken. So hat die Hongkonger Börse im Dezember 2012 mit der LME eine der wichtigsten Rohstoffbörsen übernommen und hat im Folgejahr Joint-Venture Partnerschaften mit den Börsen in Shanghai und Shenzen abgeschlossen. Auch eine Kooperation mit der Börse in Singapur wurde 2013 vereinbart, an den Singapur Dollar ist der HKD aber nicht gebunden.

Ohnehin verfügt Hong Kong über eine der größten Angebotsdichten im Finanzbereich der Welt. Über 201 zugelassenen Banken, unter ihnen Vertretungen von über 70 der 100 größten Banken weltweit sorgen dafür, dass Finanzdienstleistungen einen beträchtlichen Beitrag zur Wirtschaft Hong Kongs leisten. Hong Kong ist zudem das zweitgrößte Private Equity Zentrum in Asien.

Zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen zählen Gastronomie und Hotellerie mit 32 Prozent Anteil am BIP, der sozial-administrativer und persönlicher Service-Sektor trägt 19 Prozent bei und Finanz- und Geschäftsdienstleistungen, Versicherungen und Immobiliengeschäfte 14 %.

 

Import und Export

Kaum eine anderer Volkswirtschaft ist so intensiv in die Weltwirtschaft eingebunden wie Hongkong. 98 % der Exporte in der Sonderverwaltungszone sind Re-Exporte. Mehr als die Hälfte haben Festlandchina als Bestimmungsort. Das Handelsvolumen Hongkongs betrug 2013 umgerechnet 716 Mrd. Euro. Die wichtigsten Handelspartner sind China, die USA, die EU, Japan, Singapur und Taiwan. Deutschland ist innerhalb der EU der wichtigste Handelspartner. In den letzten Jahren nimmt die relative Bedeutung der ostasiatischen Länder als Handelspartner kontinuierlich zu, während USA und EU an Wichtigkeit verlieren.

Hongkong nimmt zudem bei den Direktinvestitionen eine bedeutende Stellung ein. Mit Zuflüssen von ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in Höhe von 77 Mrd. US-Dollar belegt Hongkong laut UNCTAD den vierten Platz. Auch als Quelle für ausländische Direktinvestitionen Hongkong den 5. Platz mit 92 Mrd. US-Dollar.

 

Welche Faktoren beeinflussen den Kurs des HongKong Dollars?

Aufgrund der starken Abhängigkeit von der Weltwirtschaft ist Hongkong außerordentlich anfällig für externe wirtschaftliche Einflüsse. Der HongKong Dollar wird aufgrund der Kopplung zum einen durch die Entwicklung des US-Dollars bestimmt. Ebenso wichtig ist jedoch der chinesische Yuan. Dadurch, dass der Yuan in den letzten Jahrzehnten bedeutend aufgewertet wurde, wurde die Parität bereits 2007 überschritten, obwohl dies nicht unbedingt die Stärke der beiden Währungen wiederspiegelt.

Dies führt dazu, dass der Hongkong-Tourismus der Chinesen immer wichtiger für Hongkongs Wirtschaft wird und sich innerhalb der letzten Dekade auf 150.000 Besucher täglich vervierfacht hat. Chinesen vom Festland besuchen die Sonderverwaltungszone teilweise nur für Tagestrips und kaufen dort für den Eigenbedarf oder für den Handel Produkte wie Schokolade, Milchpulver oder Hygieneartikel. Durch den Wechselkurs von HongKong Dollar und Renminbi können sie qualitativ hochwertigere Waren zu geringeren Preisen erwerben und diese gewinnbringend auf dem Festland verkaufen.

Die hohe Abhängigkeit der Wirtschaft Hongkongs zum Renminbi könnte in der Zukunft wirtschaftliche Probleme hervorrufen. Würde der chinesische Yuan abwerten, wäre davon auch der Handel in Hongkong sehr stark betroffen. Zudem hat sich in Hongkong eine Immobilienblase gebildet und galt lange Zeit als die teuerste Stadt der Welt. Verantwortlich dafür ist auch die Tatsache, dass die HKMA durch die Koppelung des HKD an den US-Dollar vergleichsweise wenig Handelsspielraum besitzt und in der Vergangenheit versuchte, die notwendigen Währungsanpassungen über das Lohn- und Güterpreisniveau zu kompensieren. Sollten Investoren aufgrund der restriktiver werdenden Finanzpolitik der USA oder aufgrund einer Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstum Kapital aus Hongkong abziehen, könnte im Zusammenhang mit einer Ausweitung des Wohnimmobilienangebots die Immobilienblase platzen. Dann wären auch bedeutende Kursverluste beim immoblienlastigen Hang Seng Index die Folge.

Auch deswegen wird eine Abkopplung des HKD vom US-Dollar von Finanzexperten für immer wahrscheinlicher gehalten. Allerdings gilt die HKMA als vergleichsweise risikoscheu und schätzt die Koppelung des Hongkong Dollars an die US-amerikanische Währung, da sie sie für einen wichtigen Schutzmechanismus hält. Dennoch scheint eine Koppelung an einen Währungskorb nach singapurischem Vorbild oder sogar eine Koppelung an den chinesischen Yuan für viele als langfristig erfolgsversprechende Schritte. Dafür müsste der Yuan jedoch frei handelbar sein, was jedoch noch in diesem Jahr erreicht werden könnte.