Kanadischer Dollar: Ein CAD Dollar Konto eröffnen

 Der CAD Dollar wird Loonie genannt

Ab. 1 Loonie = 1 CAD Dollar. Quelle: canadiangeographic.ca

Der Kanadische Dollar ist bereits seit April 1871 die offizielle Währung in Kanada und ermöglichte erstmals eine einheitliche Währung aller kanadischer Provinzen. Der ISO-4217-Code für den kanadischen Dollar lautet CAD, als Abkürzung ist außerhalb Canadas C $ gebräuchlich. Umgangssprachlich wird der Kanadische Dollar auch Loonie genannt, wegen dem auf der 1 Dollar Münze abgebildeten Prachttaucher (Loon), siehe Abbildung 1. Die offiziellen Landesbezeichnungen sind Canadian Dollar und Dollar Canadien.

Prägerecht für die Münzen hat ausschließlich das öffentliche Unternehmen Royal Canadian Mint, die Banknoten werden von der Canadian Bank Note Company und der BA International Inc hergestellt. Die Zweisprachigkeit des Landes schlägt sich auch in den Münzen nieder, deren Prägung englische und französische Sprache enthält. Für Anleger: Seit 2014 konnten Anleger bis zum April 2015 mit einem kanadischen Dollar Konto Währungsgewinne erzielen.
Zinsen: Zinsen werden auf CAD Dollar Einlagen aktuell nicht gezahlt.

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CAD Dollar Kursentwicklung & Prognose

Welche Einflüsse wirken auf den Kurs des Kanadischen Dollars?

Der CAD gilt zusammen mit dem Australischen Dollar als klassische Rohstoffwährungen, der Kanadische Dollar wird zudem auch als Ölwährung bezeichnet. In der Benennung zeigt sich bereits die große Abhängigkeit von der Weltkonjunktur im Allgemeinen und dem Ölpreis im speziellen. Kanada, das vor allem Erdöl und Erdgas exportiert, ist demzufolge von Änderungen im Energiesektor überproportional betroffen. Zudem gilt die Förderung der Energien inzwischen in vielen Fällen als nicht mehr rentabel genug, sodass der niedrige Ölpreis den Druck auf den CAD deutlich vergrößert.

Die Abbildung 2 zeigt die Kursentwicklung des CAD Dollars zum Euro.

 

CAD Dollar EUR Kursentwicklung von 2000 - 2016

 

Abb.2: Kursentwicklung des Währungspaares EUR/CAD von 2000 bis 2016. Quelle: Comdirect

 

Anleger, die langfristig Beträge auf einem CAD Dollar Konto deponiert haben, mußten deutliche Kursänderungen akzeptieren. Seit Anfang 2014 wertet der CAD Dollar gegenüber dem Euro auf. Allerdings konnte der Euro von April 2015 bis August 2015 Terrain gutmachen, inzwischen gehen di eKurse aber wieder in Richtung Süden: der kanadische Dollar wird wieder stärker. Es bleibt abzuwarten welche Spuren die anstehenden, weiteren geldpolitschen Lockerungen der EZB bei den Devisenkursen hinterlassen. Prognosen zum Währungspaar EUR/CAD sind wesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung der beteiligten Länder und vom Ölpreis abhängig…….

Kanada und die USA haben ihre Beziehungen in den letzten Jahren weiter gefestigt. Inzwischen sind die Vereinigten Staaten von Amerika mit fast 80 % der mit Abstand wichtigsten Handelspartner Kanadas. Demzufolge zieht eine schwache US-amerikanische Konjunktur auch die kanadische Wirtschaft in Mitleidenschaft. Von dem starken US Dollarkurs profitiert die kanadische Wirtschaft aufgrund der günstigeren Exporte in die USA.

Anfang 2015 hat die Bank of Canada unerwartet eine Senkung des Leitzinses von einem Prozent auf 0,75 Prozent beschlossen. Grund dafür ist der stark gefallene Ölpreis und die verringerte Inflationserwartung. Analysten erwarten in den kommenden Monaten sogar weitere Leitzinssenkungen. Gründe dafür sind der von der Banc of Canada möglicherweise überschätze Entwicklung des Ölpreises und die Stagnation der Exporte im Energiesektor. Zudem leidet der Arbeitsmarkt unter dem Einbruch des Ölpreises.

Notenbankchef Stephen Poloz legte Wert darauf zu betonen, dass die Zentralbank Canadas nicht wie andere Staaten versuche, die Inflation mit der Lockerung der Geldpolitik zu beleben. Rohstoffabhängige Länder wie Kanada müssten hingegen mit Zinssenkungen die Auswirkungen der niedrigen Rohstoffpreise auf die Konjunktur abschwächen.

 

Kanadische Wirtschaft

Im weltweiten Vergleich liegt die kanadische Wirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf Platz 11. Obwohl Kanada als Soziale Marktwirtschaft gilt, ist der wirtschaftliche Handlungsspielraum sehr groß. 2015 belegte das Land laut Heritage den 6. Platz der freiesten Ökonomien weltweit. Die Studie bescheinigte Kanada ebenfalls, ein außerordentlich stabiles Wirtschaftsklima sowie ein attraktives Ziel für Investitionen zu sein. Deutsche Unternehmen, die in Kanada wirtschaftlich aktiv sind, können sich gegen Währungsschwankungen durch ein CAD Dollar Konto absichern.

Der Dienstleistungssektor dominiert die kanadische Wirtschaft mit einem Anteil von zwei Dritteln des BIP und beschäftigt rund 75 Prozent aller Erwerbstätigen. Wichtige Zweige sind der Groß- und Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, Bildungs- und Gesundheitswesen, die fast vollständig vom Staat kontrolliert werden. Auch Informationstechnik, die Unterhaltungsbranche und der Tourismus gewinnen an Bedeutung.

Nach wie vor ist Kanada durch seinen Rohstoffreichtum geprägt. Das Land gilt als größter Produzent von Kadmium, Kaliumcarbonat, Nickel, Uran, Schwefel und Zink weltweit. An dritter Stelle positioniert sich das Land bei der Gewinnung von Aluminium, Blei, Gold, Kobalt, Molybdän und Titan. Auch Kupfer, Diamanten, Eisenerz, Kohle und Asbest zählen zu den geförderten Rohstoffen.

Dabei ist das Land auch durch die Verteilung der Rohstoffe geprägt, was die Herausbildung unterschiedlicher Wirtschaftsstrukturen und einen ausgeprägten Regionalismus begünstigt hat. Teilweise ergeben sich aufgrund von innerkanadischen Bestimmungen Schwierigkeiten beim Wirtschaftsaustausch und der Mobilität der Arbeitskräfte, die die Wirtschaft belasten. Die einzelnen Provinzen versuchen den Problemen inzwischen mit Freihandelsabkommen entgegen zu wirken.

Kanada war eines der wenigen westlichen Länder, die die Finanzkrise weitestgehend unbeschadet überstanden haben. Zwar wirkte sich die schwache Wirtschaft der USA auch jenseits der Grenze aus, vor allem der Finanzsektor Kanadas wurde jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Verantwortlich dafür ist eine restriktive Reglementierung des Bankensektors verantwortlich, die sowohl weitere Fusionen untersagte, als auch einen verantwortlichen Umgang bei der Kreditvergabe begünstigte.

Kanadas Wirtschaftswachstum war auch in den Folgejahren solide und in vielen Fällen höher als in den meisten anderen OECD-Staaten. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Staat auch darauf konzentriert, bei der Verarbeitung der Rohstoffe unabhängiger von den USA zu werden und den Wandel zu einer ressourcengestützten Wissensgesellschaft mit anwachsender Wertschöpfung im Hochtechnologiebereich zu vollziehen. Obwohl Kanada dabei durchaus Erfolge verbuchen konnte und in den Bereichen erneuerbarer Energien, IT-Technologie, Automobil- und Flugzeugbau sowie der chemischen Industrie Fortschritte machte, ist der wirtschaftliche Erfolg nach wie vor im hohen Maße abhängig vom Rohstoffexport.

 

Import und Export

Kanada ist Netto-Exporteur von Energie. Vor allem die Förderung von Erdgas und Erdöl ermöglichen diesen Status, der nur von wenigen entwickelten Ländern erfüllt wird. Es belegt Platz 3 bei der Erdgasförderung und Platz 6 in der Erdölförderung. Schätzungsweise verfügt es über die zweitgrößten Erdölreserven der Welt. Kanada gilt zudem als der weltgrößte Holzexporteur, was dadurch ermöglicht wird, dass 46 % der Landfläche mit Wald bedeckt sind und Kanada so ein Zehntel der Weltwaldfläche besitzt. Der Staat zählt zudem zu den weltweit wichtigsten Exporteuren von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, obwohl die Regierung auf Subventionen der Landwirtschaft fast völlig verzichtet.

Ohnehin ist der Großteil der kanadischen Wirtschaftszweige exportabhängig. Die USA ist dabei mit Abstand der größte Abnehmer und nimmt bis zu 73,2 % aller Exporte ab. Die EU (8,8 %) nimmt als Handelspartner an Bedeutung zu. Sie gilt unter anderem als Hauptabnehmer der in Kanada geförderten Diamanten. Auch Chinas Bedeutung (4,3 %) für die kanadischen Exporte wächst.

2012 hat Kanada mit einem Exportvolumen von knapp 360 Mrd. Euro und einem Importvolumen von knapp 370 Mrd. Euro erstmals seit der Weltwirtschaftskrise eine negative Handelsbilanz aufgewiesen. Wichtige Importländer sind die USA (62,5 %) und die EU (9,4 %).

Kanada ist trotz der ausgeprägten Beziehung zu den USA, mit denen es zusammen mit Mexiko über NAFTA verbunden ist, global orientiert. Es ist Mitglied aller wichtigen internationalen Wirtschaftsforen (G7, G8, G20, IWF, OECD, WTO und der Weltbank). Es hat zudem mit den EFTA-Staaten ein Freihandelsabkommen vereinbart und sich den Verhandlungen über TTP angeschlossen. Mit der EU steht Kanada ebenfalls seit 2009 über ein umfassenderes Wirtschafts- und Handelsabkommen im Gespräch, das den Zollabbau und wechselseitigem Marktzugang für Waren und Dienstleistungen erleichtern soll.