Dollar Tagesgeldkonto eröffnen

Zahlreiche Anleger haben ihre Ersparnisse oder einen Teil ihres Vermögens auf einem Tagesgeldkonto angelegt. Üblicherweise erfolgt die Anlage in Euro. Es ist aber auch möglich, Tagesgeld in Dollar  zu halten.

Die Beliebtheit dieser Anlageform liegt zum einen in den attraktiven Zinssätzen, die regelmäßig am Markt angeboten werden, und zum anderen an den Vorteilen, die ein Tagesgeldkonto dem Kontoinhaber bietet. Auch ein Dollar Tagesgeldkonto wird von den meisten Banken mit täglicher Verfügbarkeit angeboten und ist damit ein typisches, täglich verfügbares Fremdwährungskonto.

 

Tagesgeld Dollar Vergleich

 

Was ist ein Dollar Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto ist ein Anlagekonto, das bei einer Bank oder bei einer Sparkasse eröffnet wird, anstelle von Euro in Dollar. Das Tagesgeldkonto dient ausschließlich der Geldanlage und ist nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr gedacht. Der Kontoinhaber kann also von einem Tagesgeldkonto keine Lastschriften abbuchen lassen oder Daueraufträge einrichten. Dafür sind aber einmalige oder regelmäßige Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto per Überweisung oder per Dauerauftrag problemlos möglich.

Eine Überweisung von einem Tagesgeldkonto ist in der Regel nur als Umbuchung zu einem hinterlegten Referenzkonto möglich. Für ein Tagesgeldkonto wird keine EC-Karte ausgegeben, mit der der Kontoinhaber in Geschäften bezahlen kann. Das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto ist jederzeit verfügbar, ohne dass der Anleger die Verfügung bei der Bank ankündigen oder das Guthaben kündigen muss, wie es zum Beispiel bei einem Sparkonto bei Verfügungen ab 2.000 Euro pro Monat der Fall ist. Die Geldanlage auf einem Tagesgeld unterliegt keiner festen Laufzeit, sondern der Anleger kann zu jedem gewünschten Zeitpunkt über das Guthaben frei verfügen.

Das unterscheidet Tagesgeld von Festgeld, bei dem es immer eine feste Laufzeit und einen Fälligkeitstermin gibt. Die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto sind variabel, das heißt, das kontoführende Kreditinstitut kann die Höhe des Zinssatzes jederzeit ändern. Eine Änderung des Zinssatzes kann sowohl nach oben als auch nach unten vorgenommen werden. In der Regel berechnen die Banken und Sparkassen keine Kontoführungsgebühren oder sonstige Kosten für ein Tagesgeldkonto. Auch ein Mindestbetrag als Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto wird von den Kreditinstituten nicht verlangt, dafür wird ein Guthaben ab dem ersten Euro verzinst. Tagesgeldkonten bei deutschen Kreditinstituten können nur in der Währung Euro unterhalten werden. Die meisten Anleger nutzen ein Tagesgeldkonto für eine kurzfristige bis mittelfristige Geldanlage und genießen die Flexibilität, die ein Tagesgeldkonto ihnen bietet.

Anleger, die ein größeres Risiko eingehen und eine höhere Rendite erzielen möchten, legen Kapital in Wertpapiere oder anderen Finanzprodukten an. Dazu ist ein Depot nötig, wobei Onlinebanken hier besonders preisgünstig sind. Weitere Informationen gibt unser Depotvergleich, der regelmäßig aktualisiert wird.

 

Die rechtliche Stellung eines Tagesgeldkontos

Laut Paragraf 355 des Handelsgesetzbuches (HGB) ist ein Tagesgeldkonto auch in Dollar ein Kontokorrektkonto in laufender Rechnung. Das bedeutet unter anderem, dass der Kontoinhaber das Konto täglich kündigen kann. Die kontoführende Bank muss den Saldo des Kontos zeitnah ermitteln und dem Kontoinhaber mitteilen. In der Regel erfolgt die Saldierung täglich. Ein Guthaben, das auf einem Tagesgeldkonto angelegt wird, gilt als mündelsicher, das heißt, es handelt sich um eine Geldanlage, bei der ein Wertverlust nahezu ausgeschlossen ist.

 

Wie wird ein Tagesgeldkonto in Dollar eröffnet?

Die meisten Anbieter haben Tagesgeldkonten im Angebot, die online eröffnet und geführt werden. Durch die Abwicklung über das Internet sparen die Kreditinstitute Zeit und Geld, diese Ersparnisse werden zum Teil an die Kunden in Form von höheren Zinsen weitergegeben. Doch auch die Eröffnung eines Tagesgeldkontos in der Filiale einer örtlichen Bank oder Sparkasse inklusive persönlicher Beratung durch einen Mitarbeiter des Kreditinstituts ist selbstverständlich möglich. Zur Online-Eröffnung des Kontos muss der Kontoinhaber nur einige persönliche Angaben machen und bestätigen, dass er auf eigene Rechnung das Konto eröffnen möchte.

Neukunden, die bisher kein Konto bei der anbietenden Bank unterhalten, müssen den Kontoeröffnungsantrag online komplett ausfüllen, ihn anschließend ausdrucken und unterschreiben und sich anschließend über das Post-Identverfahren in einer Filiale der Deutschen Post AG legitimieren. Die Post sendet den Eröffnungsantrag weiter an die Bank und das Konto steht nach wenigen Tagen zur Verfügung. Bestandskunden einer Bank können sich die Legitimation ersparen und die ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen direkt an die Bank senden. Sobald das Konto eröffnet ist, erscheint es in der Online-Übersicht des Kontoinhabers und er kann die erste Einzahlung tätigen, die sofort verzinst wird.

 

Was ist ein Referenzkonto?

Einzahlungen auf ein Tagesgeldkonto sind als Bareinzahlungen, per Überweisung oder per Dauerauftrag möglich. Eine Auszahlung hingegen kann entweder in bar oder als Umbuchung auf ein sogenanntes Referenzkonto erfolgen. Das Referenzkonto zu einem Tagesgeldkonto ist ein Girokonto, das entweder bei der Bank, bei der das Tagesgeldkonto eröffnet wurde, geführt wird, oder bei einem anderen Kreditinstitut. Einige Anbieter verknüpfen die Eröffnung eines Girokontos als Referenzkonto mit der Eröffnung eines Tagesgeldkontos. Dabei muss der Anleger beachten, dass das neu eröffnete Girokonto oft mit den üblichen Kontoführungsgebühren der Bank belastet wird. Häufig ist nur unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei Vorhandensein einer Mindestanlagesumme auf dem Tagesgeldkonto, eine kostenlose Kontoführung des Referenzkontos möglich.

 

Wie funktioniert Online-Banking bei einem Tagesgeldkonto?

Aus Kostengründen wie auch aus Marketinggründen und der leichten Erreichbarkeit zahlreicher Kunden und Neukunden bieten die meisten Kreditinstitute sowohl die Eröffnung eines Tagesgeldkontos als auch die Kontoführung hauptsächlich online an. Der Kontoinhaber erhält nach der Kontoeröffnung seine persönliche TAN-Liste oder einen TAN-Generator, mit dem ­TAN-Nummern erstellt werden können. Wenn der Anleger sein Tagesgeldkonto online aufruft, sieht er den aktuellen Kontostand. Zu den vereinbarten Zahlungsterminen für die Zinsen erfolgt eine Gutschrift auf dem Tagesgeldkonto, diese Buchung ist in den Umsätzen zu sehen. Auch alle Einzahlungen und Auszahlungen werden in den Umsätzen erfasst und angezeigt. Falls der Kontoinhaber über einen Teil seiner Ersparnisse oder auch über das gesamte Guthaben verfügen möchte, kann er online eine Umbuchung auf das hinterlegte Referenzkonto veranlassen. Dazu muss nur der gewünschte Überweisungsbetrag eingegeben werden und anschließend eine TAN-Nummer erfasst werden. Sofort wird der Betrag auf das Referenzkonto umgebucht und der Kontoinhaber kann beliebig über das Geld verfügen.

Auch die Dollar Fremdwährungskonten können in der Regel online verwaltet werden. Um Euro auf das Referenzkonto zu überweisen, muß der Dollar Fremdwährungsbetrag zunächst verkauft und dafür Euro gekauft werden, denn eine Überweisung zum Referenzkonto in Dollar ist nicht möglich. Wenn der Kontoinhaber ungefähr weiß wann der Betrag vom Dollar-Tagesgeldkonto benötigt wird, sollte der Zeitpunkt der Währungskonvertierung (Dollar Verkauf) möglichst zu einem günstigen Dollarkurs erfolgen.

 

Wie wird ein Tagesgeldkonto gekündigt?

Die Kündigung eines Tagesgeldkontos muss immer schriftlich erfolgen. Dazu kann der Kontoinhaber der Bank entweder einen persönlich unterschriebenen Auflöseauftrag zukommen lassen oder er wendet sich an eine Filiale der kontoführenden Bank, um dort einen entsprechenden Auftrag zu unterzeichnen. Bei Zusendung eines schriftlichen Auftrags müssen die Postlaufzeit und einige Tage Bearbeitungszeit bei der Bank berücksichtigt werden. Bei einer persönlichen Kündigung in einer Bankfiliale erfolgt die Kontoauflösung in der Regel sofort, meist noch im Beisein des Kunden.

Keine Kündigungsfrist

Es besteht keine Kündigungsfrist, die der Kontoinhaber einhalten muss. Daher kann eine Kündigung des Tagesgeldkontos zu jedem beliebigen Zeitpunkt erfolgen. Das Kreditinstitut ist verpflichtet, die Zinsen, die bis zum Tag der Kontokündigung angefallen sind, zu berechnen und umgehend gutzuschreiben. Dabei spielt es keine Rolle, welche Intervalle zur Zinszahlung für das Tagesgeldkonto ursprünglich vereinbart wurden. Der Auszahlungsbetrag besteht aus dem Anlagebetrag zuzüglich der berechneten Zinsen. Für die Kündigung des Tagesgeldkontos und für die anschließende Kontoauflösung darf das Kreditinstitut keine Gebühren in Rechnung stellen.