Gordon Gekko – immer noch tagesaktuell

Gordon Gekko läuft täglich an de rBörse abDer Film Wall Street oder wie man zum großen Geld kommt. Es gibt Filmrollen, die sind auf ewig mit einem bestimmten Schauspieler verbunden und sind in manchen Kreisen bekannter und beliebter als die Filme, in denen sie vorkommen. Eine von diesen ist Gordon Gekko. Und das Thema gierige Banker ist aktuell, vielleicht aktueller denn je, wie die Panama-Papers zeigen.

Zum ersten Mal lernte das Publikum Gordon Gekko im Jahr 1987 in Oliver Stones „Wall Street“ kennen. Dieser ist ein äußerst erfolgreicher Finanzhai an der New Yorker Börse, erzielt seine hervorragenden Resultate und Gewinne jedoch nicht immer auf legalem Weg. Er handelt mit illegalen Informationen und zieht diese aus vertraulichen Quellen. Dabei steht für Gekko der persönliche Vorteil immer im Mittelpunkt, Kontakte und Beziehungen sind für ihn nur im Zusammenhang mit der Beschaffung wichtiger Informationen wichtig und notwendig. Für moralische Bedenken gibt es in Gekkos Welt keine Zeit und auch keinen Bedarf. Da er sich daher ebenfalls gegen seinen Schützling Fox wendet, wird er von diesem überlistet und verliert nicht nur einen Großteil seines Vermögens, sondern muss auch wegen Wirtschaftsverbrechen ins Gefängnis.

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Gordon Gekko Zitate

Michael Douglas als Gordon Gekko in „Wall Street“

„Die Gier ist richtig, die Gier funktioniert. Die Gier klärt die Dinge, durchdringt sie und ist der Kern jedes fortschrittlichen Geistes. Gier in all ihren Formen, die Gier nach Leben, nach Geld, nach Liebe, Wissen hat die Entwicklung der Menschheit geprägt.“

„Weißt du, warum die Fondsmanager auch nicht besser sind als der Markt? Weil sie Schafe sind. Und Schafe werden geschlachtet.“

„Es geht nur um die Kohlen, Junge”, sagt dieser zu ihm. “Alles andere ist völlig unwichtig.“

 

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Die Neuauflage: Geld schläft nicht

Ein Wiedersehen mit Gekko gab es für das Publikum 2010 in „Wall Street: Geld schläft nicht“, ein Film der wie der Vorgänger von Oliver Stone produziert und inszeniert wurde. In diesem wird beschrieben, wie Gekko nach seinem Gefängnisaufenthalt wieder in das Börsengeschäft einsteigen möchte und erneut auf Kosten seiner emotionalen Beziehungen seine eigenen Gewinne steigert. Eine Wende gibt es allerdings am Ende des Filmes als klar wird, dass seine Familie Gekko doch nicht völlig egal ist und er für seinen ungeborenen Enkel versucht die Verbindung zu seiner Tochter wieder zu kitten.

Für Michael Douglas wurde Gordon Gekko zur absoluten Paraderolle, für die er daher auch seinen zweiten Oskar für die beste männliche Hauptrolle bekam. Dabei ist Gordon Gekko nicht nur prägend für das allgemeine Bild des karriere- und geldgeilen Finanzhais, sondern gilt auch als Sinnbild für das gesamte Wirtschaftssystem und zeige besonders dessen moralische Verkommenheit.

Parallelen zur aktuellen EU-Währungskrise sind für einen Betrachter offensichtlich. Auch hier werden gigantische Summen an Euros mit nicht absehbaren Folgen von der EZB bereitgestellt. Einen Teil der Zeche zahlt der Bürger, indem die Politik die Zinsen künstlich niedrig hält und für sein Erspartes kaum noch Rendite für Einlagen auf dem  Tagesgeldkonto erhält. Dadurch verliert das Geld seine Kaufkraft. Gordon Gekko hätte and diesem realen Szenario seine helle Freude.

 

Literatur: Geld und Gier eine ethische Betrachtung